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Mrz 27, 2021 542 0 Steffi Siby
Engagieren

Wahrer Erfolg

Was auch immer du tust: sei gut darin!

Fühlst du dich dem gewachsen?

Wir sind aufgerufen, ein Leben der Hoffnung, des Friedens und der Freude zu leben. Papst Johannes Paul II. hat einmal verkündet: „Die Freude ist im eigentlichen Sinn der Grundton der christlichen Botschaft. Mein Wunsch ist, dass die christliche Botschaft allen, die ihr Herz dafür öffnen, Freude bringen möge… Der Glaube ist unsere Quelle der Freude.“

Was wäre deine Antwort auf die Frage: „Verkündet mein Leben eine Botschaft der Freude? Ist mein Glaube die Quelle meiner Freude?“

Wenn wir ehrlich sind, müssen wir wahrscheinlich sagen, dass die Lebensumstände einem freudigen Leben oft in die Quere kommen. Und die Gegebenheiten waren in letzter Zeit sicherlich nicht günstig – die Pandemie hat einen jeden von uns nachteilig beeinflusst.

Positiv und hoffnungsvoll zu bleiben, kann schwierig sein. Mehr noch als die Umstände um uns herum, raubt uns jemand anderer die Freude: Wir selbst. Eine Hauptquelle des Unglücklichseins sind unsere eigenen negativen Gedanken und Selbstwahrnehmungen.

Wir sind alle Kinder Gottes – wertvoll und geliebt. Aber allzu oft vergessen wir das. Wir messen uns stattdessen an weltlichen Maßstäben. Einer dieser Maßstäbe ist Erfolg. Wahrscheinlich messen wir uns schon seit unserer Jugend mit dieser Messlatte. Uns wurde immer wieder gesagt, dass wir uns eine gute Karriere, ein gutes Gehalt, eine gute Ehe sichern müssen. Und was auch immer du tust: sei gut darin! Das scheint die durchschlagende Botschaft zu sein – eine Botschaft, die uns das Gefühl der Unzulänglichkeit geben kann.

Wir sind darauf konditioniert worden, nach dem Äußeren zu urteilen. Wir loben Menschen für ihre Leistungen, nicht für ihre Bemühungen. Es sind die Ergebnisse, die zählen, sagt man uns. So können wir leicht übersehen, was wirklich wichtig ist.

Der Prophet Jeremia wurde von Gott berufen, das Volk Israel vor dem bevorstehenden Gericht zu warnen. Aber aus seinen eigenen Worten wissen wir, dass er keinen Erfolg hatte: „Zu wem soll ich reden und wer wird mich hören, wenn ich mahne? Ihr Ohr ist ja unbeschnitten, sie können nichts vernehmen. Das Wort des Herrn dient ihnen zum Spott; es gefällt ihnen nicht“. (Jer 6,10). Das Volk weigerte sich, auf Jeremia zu hören, und die Führer Israels lehnten ihn ab. Das Gericht, das er prophezeite, trat ein und Israel litt.

Wenn wir dies durch eine weltliche Linse betrachten, scheint Jeremias ganzes Werk nichts wert gewesen zu sein. Er zeigte jedoch eine bemerkenswerte Treue, sogar angesichts eines immensen Widerspruchs. Er war dem Willen Gottes gehorsam und das war es, was ihn erfolgreich machte.

Lass uns nun ein Beispiel aus der heutigen Zeit betrachten. Die heilige Mutter Teresa sagte bekanntlich: „Gott hat mich nicht gerufen, um erfolgreich zu sein; er hat mich gerufen, um treu zu sein.“  Kannst du dir ein unserer Kultur gegensätzlicheres Lebensmotto vorstellen?

Ich denke, die meisten Menschen würden zustimmen, dass Mutter Teresa ein sinnvolles und bewundernswertes Leben geführt hat. Was machte ihr Leben sinnvoll und bewundernswert? Ihre Worte verraten es uns. Anstatt zu versuchen, in dem, was sie tat, erfolgreich zu sein, tat sie einfach das, was Gott von ihr verlangte. Ihr Fokus lag nicht auf sich selbst, sondern auf Gott. Das zeigt sich in ihrer bemerkenswerten Freundlichkeit und in der Art und Weise, wie sie Gott besonders in den schwächsten und ärmsten Mitgliedern der Gesellschaft sah.

Das Zeugnis von Jeremia und Mutter Teresa führt uns zu einer wichtigen Erkenntnis: „Gott sieht nämlich nicht auf das, worauf der Mensch sieht. Der Mensch sieht, was vor den Augen ist, der Herr aber sieht das Herz“ (1 Sam 16,7).

Lassen wir uns also nicht überwältigen und stressen durch den Versuch, nach den Maßstäben dieser Welt erfolgreich zu sein. Wenn wir nahe bei Gott bleiben und ihm von ganzem Herzen dienen, wird er unsere Bemühungen segnen. Dennoch bringt es viele Herausforderungen mit sich, Gott treu zu sein. Es erfordert Ausdauer und Beharrlichkeit; aber wir wissen, dass dies ein Ziel ist, das es wert ist, verfolgt zu werden.

Es kann verlockend sein, uns mit anderen zu vergleichen und nach dem zu streben, was die Welt als Erfolg betrachtet. Aber das führt zu Frustration und Aussichtlosigkeit, weil es immer Menschen geben wird, die besser, klüger und erfolgreicher sind. Es gibt jedoch eine beruhigende Wahrheit: Die Art, wie die Welt uns sieht, ist nicht die Art, wie Gott uns sieht. Gott sieht unser Herz an. Und letztlich ist Gottes Meinung die einzige, die zählt.

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Steffi Siby

Steffi Siby hat eine Leidenschaft für das Lesen und Schreiben. Sie lebt mit ihrer Familie in Blackpool, England. Um mehr von ihren Artikeln zu lesen, besuche spreadyoursmile.home.blog/

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