• Neueste Artikel
Feb 06, 2024
Engagieren Feb 06, 2024

Es gibt eine poetische Meditation des griechischen Schriftstellers Nikos Kazantzakis aus dem frühen zwanzigsten Jahrhundert, die ich auf meinem Nachttisch habe.

Darin stellt er sich Christus als Teenager vor, der das Volk Israel von einem entfernten Berggipfel aus beobachtet und noch nicht bereit ist, sein Amt anzutreten – der aber dennoch schmerzlich empfindlich ist für die Sehnsucht und das Leiden seines Volkes.

Der Gott Israels ist mitten unter ihnen, aber sie wissen es noch nicht.

Als ich dies neulich meinen Schülern vorlas, sagte einer von ihnen nach dem Unterricht zu mir: „Ich wette, so fühlt sich Jesus jetzt auch.“

Ich fragte ihn, was er damit meinte. Er sagte: „Wissen Sie, Jesus sitzt da im Tabernakel, und wir gehen einfach vorbei, als wäre er gar nicht da.“ Seitdem habe ich in meinen Gebeten dieses neue Bild von Jesus, der im Tabernakel wartet und auf sein Volk schaut – und unser Seufzen, unser Flehen und unsere Schreie hört.

Wartend …

Irgendwie wählt Gott diesen Weg, um zu uns zu kommen. Die Geburt des Messias ist das wichtigste Ereignis der gesamten Menschheitsgeschichte, und doch wollte Gott, dass sie so still und leise stattfand, dass die Welt ihren Geschäften nachging, als wäre nichts geschehen. Ein paar Hirten bemerkten es, ebenso wie die Weisen aus dem Morgenland (und wir könnten sogar Herodes erwähnen, der es aus den falschen Gründen bemerkte!). Doch dann war das alles offenbar vergessen, zumindest eine Zeit lang.

Irgendwie muss das Warten etwas enthalten, das uns guttut. Gott entscheidet sich dafür, auf uns zu warten. Er entscheidet sich dafür, uns auf ihn warten zu lassen. Und wenn man so darüber nachdenkt, wird die ganze Heilsgeschichte zu einer Geschichte des Wartens.

Wir sehen also, es gibt dieses gleichzeitige Gefühl der Dringlichkeit: dass wir auf Gottes Ruf antworten müssen und dass wir seine Antwort auf unser Rufen brauchen, und zwar bald. „Antworte mir, Herr, wenn ich zu dir rufe“, sagt der Psalmist. Dieser Vers hat etwas so Dreistes an sich, dass er schon wieder charmant ist.

Es gibt eine Dringlichkeit in den Psalmen. Aber es gibt auch das Gefühl, dass wir lernen müssen, geduldig zu sein und zu warten – und dies in freudiger Hoffnung – und im Warten Gottes Antwort zu finden.

'

Von: Pater Augustine Wetta O.S.B

Mehr
Feb 06, 2024
Engagieren Feb 06, 2024

Kann ein Gedanke zur Sünde werden? Es ist an der Zeit, darüber nachzudenken.

Solange ich mich erinnern kann, war ich eine gute Christin, ging regelmäßig in die Kirche und beteiligte mich an kirchlichen Aktivitäten, aber niemand konnte ahnen, dass ich einfach nur so tat, als ob. Im Jahr 2010 jedoch erschütterte mich ein Vorfall zutiefst und führte dazu, dass ich inmitten des Leids die Stimme Gottes hörte. Diese Offenbarung half mir, mich auf den Weg zu machen, eine echte Christin zu werden.

Unvergessliche Nacht

Veronica und ich waren nicht die besten Freundinnen; wir hingen zusammen ab, weil unsere Jungs uns zusammenbrachten. Aber wir waren Freundinnen, die sich immerhin mochten, und Mütter, die unsere Kinder liebten. Sie war süß, schön und ein wirklich freundlicher Mensch. Mein Sohn war der beste Freund ihres Sohnes.

Am 28. August 2010 rief mich Veronica an und fragte, ob mein Sohn bei ihr übernachten könne. Obwohl ich ihm das schon dutzende Male erlaubt hatte, fühlte ich mich in dieser Nacht damit aus irgendeinem Grund unwohl. Ich sagte ihr nein, aber dass er den Nachmittag zum Spielen zu ihnen kommen könne und ich ihn vor dem Abendessen abholen würde. Gegen 16 Uhr fuhr ich zu ihrem Haus, um ihn abzuholen. Als ich ihn Veronicas Küche stand und wir uns über unsere Jungen unterhielten, sagte sie mir, dass jeder von ihnen eine besondere Gabe habe und was für besondere Kinder sie seien. Sie war mit ihnen in den Supermarkt gegangen, um ihr Lieblingseis zu kaufen. Mein Sohn wünschte sich außerdem Frühstücksflocken, die sie großzügigerweise für ihn kaufte und mir gab, damit ich sie für ihn mit nach Hause nahm. Ich bedankte mich bei ihr und fuhr davon.

Am nächsten Morgen wachte ich mit der Nachricht auf, dass sie ermordet worden war. Genau dort, wo ich am Abend zuvor noch mit ihr gesprochen hatte … Ihr zukünftiger Ex-Mann hatte einen Auftragskiller angeheuert, um sie zu ermorden, weil sie sich getrennt hatten, und wer weiß, weshalb sonst. Ich fühlte mich, als hätte man mir einen Schlag in den Magen verpasst. Ich konnte nicht atmen. Ich konnte nicht aufhören zu weinen.

In meinem Schmerz lag ich auf dem Boden meines Schlafzimmers und weinte, ja heulte sogar. Eine wunderschöne junge Mutter, 39 Jahre alt, ermordet, ihren 8-jährigen Sohn mutterlos hinterlassend. Und wofür? Ich rief Gott voller Qual und Zorn. Wie konntest du das geschehen lassen? Warum, Herr?

Mitten in meinem Schmerz überkam mich ein Gedanke. Und zum ersten Mal in meinem Leben erkannte ich diesen Gedanken als die Stimme Gottes. Gott sagte: „Ich will das nicht, die Menschen wählen es.“ Ich fragte Gott: „Was, was in aller Welt kann ich an diesem schrecklichen Ort tun?“ Er antwortete mir:

„Susan, das Gute in der Welt beginnt mit dir.“ Ich begann nachzudenken. Ich dachte daran, wie ich Veronica und ihren Mann zusammen in der Kirche gesehen hatte, und ich fragte mich, wie eine Person, die einen Mord plant, überhaupt in die Kirche gehen konnte. Gott antwortete mir erneut.

Er erzählte mir, dass ihr Mann nicht von Anfang an ein Mörder war, sondern dass seine Sünde in seinem Herzen gewachsen und unkontrolliert geworden war und ihn auf einen langen dunklen Weg geführt hatte. Ich erinnerte mich an den Bibelvers: „Ich aber sage euch: Wer eine Frau auch nur lüstern ansieht, hat in seinem Herzen schon Ehebruch mit ihr begangen.“ (Matthäus 5:28) In diesem Moment ergab dieser Vers für mich einen Sinn. Ich hatte immer gedacht: „Wie kann ein Gedanke Sünde sein?“ Nach dem Mord an Veronica wurde mir alles klar. Die Sünde beginnt in unserem Herzen und nimmt überhand, sobald wir mit unseren Händen danach handeln. Und wenn wir uns nie die Zeit nehmen, unser Gewissen zu prüfen oder darüber nachzudenken, was richtig und was falsch ist, kann es passieren, dass wir wirklich einen falschen Weg einschlagen.

Die widerhallende Stimme

Also, Herr: „Was kann ich tun?“ Er sagte mir, dass die einzige Person, die ich kontrollieren könne, ich selbst sei – dass ich mich entscheiden könne, zu lieben und diese Liebe nach außen zu tragen. Für mich bedeutete das, mein eigenes Gewissen zu prüfen und zu versuchen, ein besserer Mensch zu werden. Hatte ich meinen Feind geliebt? Oder zumindest meinen Nächsten? Die Antwort war leider ein schallendes NEIN. Ich war bestürzt, als ich feststellte, dass ich den Menschen um mich herum nicht liebevoll begegnet war.

In der katholischen Kirche haben wir das Sakrament der Beichte, bei dem wir zu einem Priester gehen und unsere Sünden beichten. Ich hatte dieses Sakrament immer verabscheut und mich gefürchtet, dort hinzugehen. Aber hier, an diesem Ort, als ich weinend auf dem Boden lag, empfand ich es als ein Geschenk. Ein Geschenk, für das ich sogar dankbar war. Indem ich meine Sünden erzählte, konnte ich Christus begegnen. Ich hatte eine Beichte, wie ich sie noch nie erlebt hatte. In diesem Sakrament empfing ich die Gnade, die Jesus uns anbietet, wenn wir uns entscheiden, darum zu bitten. Ich habe mich selbst genau unter die Lupe genommen, und mein Egoismus begann zu verbrennen, weil ich in der Beichte von der bedingungslosen Liebe Gottes ermutigt wurde. Das Sakrament bringt mich dazu, mich zu bemühen, gut zu sein, und obwohl ich weiß, dass ich ein Sünder bin und weiterhin Fehler machen werde, kann ich immer darauf schauen, dass ich seine heiligmachende Gnade und Vergebung erhalte, egal, was passiert. Das hilft mir, seine Güte weiterzugeben. Ich glaube nicht, dass man katholisch sein muss, um das zu verstehen.

Veronicas Ermordung war nicht meine Schuld, aber ich wollte auf keinen Fall zulassen, dass sie umsonst gestorben ist; ich wollte nicht zulassen, dass ihr Leben ausgelöscht wird, ohne anderen mitzuteilen, welche Auswirkungen es auf mich hatte und dass selbst aus der Asche solch schrecklicher Umstände etwas Gutes entstehen kann. So begann meine Reise zum wahren Christsein.

Ich dachte an die Veronika aus der Leidensgeschichte Jesu. Während Jesus auf seiner Passion auf dem Weg nach Golgotha blutüberströmt und geschlagen litt, begegnete er einer Frau, die auch Veronika hieß. Veronika wischte über das Gesicht von Jesus. Ein kleiner Akt der Freundlichkeit. Dieser Mann, dieser Gottesmensch, war blutverschmiert, geschlagen, müde und in Qualen, doch diese Frau, Veronika, verschaffte ihm eine kurze Atempause. Ein paar Sekunden, in denen der Schweiß und das Blut abgewischt wurden, und für einen Moment, so kurz er auch war, spürte er die Liebe dieser Frau. Das hat weder seine Passion noch sein Leiden beendet, aber in einer Welt, die ihn verspottete und geißelte, muss die Berührung dieser Frau mit dem Tuch ein herrliches Gefühl gewesen sein. So prägte er sein Bild auf ihr Tuch.

Der Name „Veronica“ bedeutet „wahres Bild“. Jesus hinterließ Veronica das Zeichen seiner Liebe. Und so muss ich wegen meiner Freundin Veronica, die auch mir in einer schwierigen Zeit meines Lebens Liebe und Frieden verschafft hat, Liebe und Freundlichkeit verbreiten, wo immer ich hingehe. Ich kann das Leid nicht beenden, aber ich kann denen, die verloren, arm, einsam, unerwünscht oder ungeliebt sind, diesen Frieden anbieten. Und so werde ich für mich das Antlitz Jesu abwischen, solange seine Gnade und Barmherzigkeit mir das erlauben.

'

Von: Susan Skinner

Mehr
Feb 06, 2024
Engagieren Feb 06, 2024

Als junges Mädchen klang die in der Messe gelesene Heilige Schrift immer wunderschön in meinen Ohren. Da sie jedoch auch verwirrend war, legte ich sie auf den „zu schwer, um sie zu verstehen“-Stapel und stufte die gesamte Heilige Schrift als ein Geheimnis ein, das irgendwann erklärt werden würde, wenn ich im Himmel bei Gott bin.

Später, als junge Erwachsene, hörte ich ein lebensveränderndes Zitat des heiligen Hieronymus: „Die Schrift nicht kennen heißt Christus nicht kennen.“ Damit sagte der heilige Hieronymus mir, dass ich nicht erst auf „irgendwann“ zu warten brauchte. Stattdessen hatte ich die Erlaubnis Gottes, Christus in diesem Augenblick zu verstehen und zu kennen.

Meine Reise in Gottes Wort war wie das Zusammensetzen eines Puzzles, das immer klarer wurde, je mehr Teile an ihren Platz kamen. Die Heilige Schrift, insbesondere das Johannesevangelium, offenbart, dass das allmächtige Wort Gottes, der Schöpfer von allem, Fleisch geworden ist, weil er mich liebt. Als Teil seiner Schöpfung möchte er, dass ich seine Tochter bin, dass ich sein Reich erbe und dass ich in Ewigkeit mit ihm in Frieden lebe.

Doch der König der Herrlichkeit entschied sich demütig, Fleisch anzunehmen als Säugling, zu leiden und am Kreuz für mich zu sterben, um seinen Plan zu verwirklichen. Mit jedem Umblättern der Seite wird dabei der Schleier des Nichtwissens gelüftet, während mein Glaube und meine Liebe zu ihm wachsen; ich weiß jetzt, dass ich ihm gehöre.

Mit der Hilfe des Heiligen Geistes versuche ich, andere zu ermutigen, Christus nicht einfach zu ignorieren, weil sie die Schrift nicht verstehen. Seit vielen Jahren sind mein Mann und ich die Organisatoren des Studienprogramms für die Heilige Schrift in unserer Gemeinde, in der Hoffnung, andere zum Wort Gottes zu führen und dazu, Jesus, den fleischgewordenen Sohn Gottes, kennenzulernen.

'

Von: Teresa Ann Weider

Mehr
Feb 06, 2024
Engagieren Feb 06, 2024

In der dunkelsten Nacht sehen wir die hellsten Sterne. Lass dein Licht scheinen.

Stell dir die Vorfreude einer stillen, dunklen Nacht in den Tiefen einer grob behauenen Höhle vor. Nahe genug an der Stadt, um das Gerede von Bethlehem zu hören, das aus allen Nähten platzt, aber weit genug entfernt, um sich allein zu fühlen. Die Höhle, ein mit Stroh ausgelegter Stall, der stark nach Tieren und Schmutz riecht, ist in Dunkelheit gehüllt.

Hör mal! Hörst du die gedämpften Gebete und das Gemurmel, das zufriedene Saugen eines Babys an der Brust? Ein Kind, kräftig und kostbar, das von Mutter und Vater in den Arm genommen wird. Oben strahlt ein helles Himmelslicht auf diese Höhle herab, das einzige Zeichen dafür, dass dies alles andere als ein unheilvolles Ereignis ist.

Das Kind, frisch entbunden und in Windeln gewickelt, die von seiner Mutter genäht und bestickt wurden … Zufrieden nach dem Stillen, ruht es friedlich. Draußen, in der belebten Stadt Bethlehem, ist sich niemand der Tragweite dieses Ereignisses bewusst.

Eine tiefe dunkle Höhle

In der orthodoxen Tradition wird die Ikone der Geburt Christi in den Tiefen einer Höhle abgebildet. Dafür gibt es zwei Gründe. Erstens waren die Ställe zur Zeit der Geburt unseres Herrn oft grob aus dem Fels gehauen. Der zweite Grund ist eher symbolischer Natur.

Es ist genau diese dunkle Höhle, die die Gegenüberstellung des Lichtes Christi, ermöglicht. Auch diese Höhle, die wie ein Grab aussieht, ist ein Vorbote seiner Passion und seines Todes.

In dieser einen Ikone ist die Realität eines seismischen Ereignisses festgehalten, das das Leben der Menschheit für immer verändert hat. Dieses eine Kind, dieser süße Knabe, der in den Armen seiner gnadenvollen Mutter liegt: „Dieser ist dazu bestimmt, dass in Israel viele durch ihn zu Fall kommen und viele aufgerichtet werden, und er wird ein Zeichen sein, dem widersprochen wird.“ (Lukas 2:34).

Ein tiefes dunkles Herz

Jeder von uns hat eine gefallene menschliche Natur geerbt. Es ist unsere Begierde – unsere Neigung zur Sünde -, die unser eigenes Herz verdunkelt. Es ist daher nicht verwunderlich, dass wir im Matthäusevangelium die Ermahnung finden: „Selig, die ein reines Herz haben; denn sie werden Gott schauen“ (Matthäus 5:8).

Wir würden gerne glauben, dass wir, wenn wir zur Zeit Jesu gelebt hätten, ihn in unserer Mitte nicht übersehen hätten. Aber dieser Gedanke ist, fürchte ich, Hochmut. Es ist viel wahrscheinlicher, dass wir, wenn unser Glaube nicht auf einem soliden Fundament aufgebaut war und wir offen für die Ankunft des Messias waren, wohl Schwierigkeiten gehabt hätten, ihn zu finden, selbst wenn er direkt vor uns gestanden hätte.

Und manchmal sehen wir ihn nicht einmal jetzt, wenn er direkt vor uns steht. Erkennen wir ihn wirklich in der Eucharistie? Oder in der bedrückenden Verkleidung der Armen? Oder sogar in den Menschen um uns herum – vor allem in denen, die uns ärgern?

Nicht immer. Und vielleicht noch nicht einmal konsequent. Aber dafür gibt es Abhilfe.

Reflektiere das Licht Christi

Der heilige Josemaría Escrivá ermahnt uns: „Vergiß aber nie, daß wir dieses Licht nicht hervorbringen, sondern nur widerspiegeln.“ (Freunde Gottes, Nr. 250) Wenn wir uns unser Herz wie einen Spiegel vorstellen, erkennen wir, dass selbst kleine Flecken auf der Oberfläche das Spiegelbild verändern. Je mehr der Spiegel beschmutzt wird, desto weniger reflektieren wir das Licht Christi für andere. Wenn wir jedoch den Spiegel regelmäßig sauber halten, wird sein Spiegelbild in keiner Weise getrübt. Wie also halten wir unser Herz rein?

  1. Bete für ein reines Herz

Bitte den Herrn, dir zu helfen, den Versuchungen der Sünde zu widerstehen und deine täglichen Gebetsgewohnheiten zu stärken. Empfange ihn würdig in der Eucharistie, damit er dich einnimmt. „Erschaffe mir, Gott, ein reines Herz und gib mir einen neuen, beständigen Geist! ” (Psalm 51:12)

  1. Übe Dich in Demut

Auf deinem geistlichen Weg wirst Du mehr als einmal stolpern. Gehe häufig zum Sakrament der Beichte und suche einen guten, heiligen Priester für geistliche Begleitung auf.

  1. Lies die Evangelien

Das Lesen und Meditieren der Evangelien ist ein wunderbarer Weg, um zu einem tieferen Verständnis und einer engeren Beziehung mit unserem Herrn zu gelangen. „Sucht die Nähe Gottes; dann wird er sich euch nähern.“ (Jakobus 4:8)

  1. Empfange das Licht

Nimm die Lehren Christi und seiner Kirche bereitwillig und liebevoll an, auch wenn es schwierig ist. Bete um Klarheit und Verständnis, wenn du dir nicht sicher bist, was von dir verlangt wird.

  1. Wende dich von der Dunkelheit ab

Die heilige Mutter Teresa von Kalkutta sagte einmal: „Worte, die nicht das Licht Christi vermitteln, vergrößern die Finsternis.“ Mit anderen Worten: Wenn die Gespräche, die wir führen oder die Medien, die wir konsumieren, uns nicht das Licht Christi vermitteln, dann bewirken sie das Gegenteil. Indem wir bewusst mit Unterhaltung oder anderen Dingen, die uns gefallen, umgehen, wenden wir uns von allem ab, das nicht das Licht Christi bringt.

Wenn du das tust, wird dein Herz in dieser Weihnachtszeit vielleicht rein genug sein, um das Licht dieses Kindes, dieses Friedensfürsten, auf andere auszustrahlen. Und um Ihn in der Höhle, in der Welt und in den Menschen um Dich herum zu erkennen.

'

Von: Emily Shaw

Mehr
Nov 02, 2023
Engagieren Nov 02, 2023

1953 schrieb Bischof Fulton Sheen: „Die überwiegende Mehrheit der Menschen in der westlichen Zivilisation ist damit beschäftigt ‘zu bekommen‘”. Diese Worte enthalten auch heute noch so viel Wahrheit.

Seien wir ehrlich! Heute gibt es eine ganze Subkultur von Influencern, deren verschwenderischer Lebensstil dadurch finanziert wird, dass sie ihre Anhänger erfolgreich zum Kauf bestimmter Produkte bewegen.

Einfluss, Konsumdenken und Gier sind allgegenwärtig. Wir wollen das neueste Smartphone-Modell haben, noch bevor es in den Regalen liegt. Wir wollen die angesagtesten Produkte in die Finger bekommen, solange sie noch in Mode sind. Denn wir wissen ja, dass es angesichts der sich ständig ändernden Trends nicht allzu lange dauern wird, bis dieselben Produkte in den sozialen Medien als „Noch gut erhalten“ angeboten werden.

„Die Anhäufung von Reichtum“, bemerkt Sheen, „hat eine eigentümliche Wirkung auf die Seele; sie verstärkt das Verlangen, etwas zu bekommen.“ Mit anderen Worten: Je mehr wir haben, desto mehr wollen wir bekommen. Dieses endlose Streben nach Befriedigung durch Reichtum erschöpft uns und macht uns müde, ob wir uns dessen bewusst sind oder nicht.

Wenn also das Anhäufen von Reichtum im Grunde ein unstillbares Verlangen ist, wie können wir dann in der konsumorientierten Welt, in der wir leben, Glück, Selbstwert und Zufriedenheit finden?

Dankbar in allem

Der heilige Paulus fordert uns auf: „Freut euch zu jeder Zeit! Betet ohne Unterlass! Dankt für alles; denn das will Gott von euch, die ihr Christus Jesus gehört.” (1. Thessaloniker 5:16-18) Die meisten von uns würden sagen, dass das leichter gesagt ist als getan. Aber bedeutet das, dass es auch unmöglich ist?

Der heilige Paulus, einer der Urväter des Christentums, lebte zwar ein Leben voller Gefahren und Kämpfe, ging aber mit gutem Beispiel voran. Wurde er verhaftet, weil er für das Christentum warb? Ja, natürlich. War sein Leben in Gefahr? Ständig. Hat er Schiffbruch erlitten, wurde er gesteinigt und verspottet? Zweifellos.

Und trotz all dieser und weiterer Herausforderungen ermahnte der heilige Paulus die Christen regelmäßig: „Sorgt euch um nichts, sondern bringt in jeder Lage betend und flehend eure Bitten mit Dank vor Gott! Und der Friede Gottes, der alles Verstehen übersteigt, wird eure Herzen und eure Gedanken in der Gemeinschaft mit Christus Jesus bewahren.“ (Philipper 4,6-7).

Tatsächlich waren Dankbarkeit, Danksagung und Lobpreis Gottes ein wiederkehrendes und, ich wage zu sagen, ständiges Thema in seinen Briefen an die Gemeinden. Von Rom bis Korinth, von Ephesus bis Philippi wurden die frühen Christen ermutigt, Dank zu sagen – dankbar zu sein in allen Lebenslagen, nicht nur in den guten.

Damals wie heute ist diese Ermutigung sowohl zeitgemäß als auch herausfordernd. Doch in allen Lebenslagen dankbar zu sein, erfordert Gebet, Anstrengung und Beharrlichkeit.

Mit Dank geben

Wenn wir dem Beispiel des heiligen Paulus folgen und mal beobachten, was wir davon haben, wenn wir dankbar sind, wie würde das wohl aussehen? Wären wir dankbar dafür, dass wir ein Dach über dem Kopf haben, dass wir Geld haben, um unsere Rechnungen zu bezahlen und die Familie zu ernähren, und dass wir sogar genug haben, um uns kleinen Luxus leisten zu können? Wären wir dann dankbar für die Familie und die Freunde, die wir um uns haben, für die Berufung und die Talente, mit denen Gott uns gesegnet hat?

Oder würden wir immer noch blind allen Trends hinterherlaufen und Geld, Energie und Glück an Dinge vergeuden, die wir gar nicht brauchen oder schätzen? Oder könnte es möglicherweise zu einem geordneteren und umsichtigeren Umgang mit unserem Geld führen?

Natürlich wird unser Erfolg beim „Einüben von Dankbarkeit” von der Energie abhängen, die wir dafür aufwenden. Wie bei jeder spirituellen Bemühung werden wir auch bei der Dankbarkeit nicht von heute auf morgen geübt sein. Es wird Zeit und Mühe kosten.

Doch langsam, aber sicher wird die Dankbarkeit die Art und Weise prägen, mit der wir die Welt sehen. Wenn wir zu schätzen wissen und dafür dankbar sind, was wir haben, und nicht hinter mehr Dingen herjagen, als wir brauchen, dann sind wir viel eher bereit, anderen zu geben, als selbst zu empfangen. Es ist diese Kombination von Dankbarkeit und Geben, die zum Erfolg führt.

In diesem Sinne sagt auch Bischof Fulton Sheen: „Geben ist seliger als Nehmen, weil es hilft, die Seele vom Materiellen und Zeitlichen zu lösen, um sie mit dem Geist der Selbstlosigkeit und der Nächstenliebe zu verbinden, der das Wesen der Religion ausmacht. Es ist ein größeres Glück, sich über das Wohl anderer zu freuen als über das eigene. Der Empfänger freut sich an seinem Gut, der Geber an der Freude der anderen, und so gelangt man zu einem Frieden, den dir die Welt nicht bieten kann.“

Gib Dankbarkeit eine Chance

Dankbarkeit zu zeigen bedeutet, zu wachsen. Und in der Dankbarkeit zu wachsen bedeutet, in der Selbsterkenntnis, im Wissen um Gott und seinen Plan für uns zu wachsen. Indem wir uns aus dem Kreislauf aus Anhäufen von Reichtum und dem vergeblichen Streben nach Glück befreien, öffnen wir uns dafür, das Glück dort zu finden, wo wir sind.

So stellen wir auch sicher, dass wir uns selbst und unsere Vorteile als Ergebnis der Güte Gottes richtig einordnen. Wie der heilige Paulus können wir dann erkennen: „Denn aus ihm und durch ihn und auf ihn hin ist die ganze Schöpfung. Ihm sei Ehre in Ewigkeit! Amen.“ (Römer 11:36).

Diese Haltung der Danksagung, die locker und leicht von der Zunge geht, hilft uns, den Silberstreif auch in solchen Dingen zu sehen, die sich nicht immer so entwickeln, wie wir es gern hätten. Und das ist der ergreifendste und schönste Aspekt der Dankbarkeit, der spirituelle Aspekt. Wie der heilige Augustinus erklärt: „Gott ist so gut, dass seine Hand sogar das Böse zum Guten führt. Er hätte das Böse niemals zugelassen, wenn er es nicht dank seiner vollkommenen Güte für etwas Gutes hätte gebrauchen können.“

'

Von: Emily Shaw

Mehr
Okt 27, 2023
Engagieren Okt 27, 2023

Ein Baum ist nur so kräftig und fruchtbar wie sein Wurzelwerk! Wenn das Wurzelwerk tief und gesund ist, können Stürme toben, Fluten kommen, Waldbrände entfachen und sogar Dürreperioden den Boden austrocknen – doch der Baum wird überleben, weil sein Wurzelwerk stark ist!

Unser Christsein gleicht einem Baum. Wälder voller Bäume gibt es und diese sehen oft äußerlich wundervoll aus, jedoch sind kaum Früchte zu erkennen und bei den kleinsten Naturereignissen gehen die Bäume kaputt. Das Wurzelwerk ist krank und hat zu wenig Tiefe. So braucht auch die Kirche mit ihren Priestern und Gläubigen heute eine komplette Wurzelbehandlung und viel Dünger! Wie dies möglich ist, liegt auf der Hand: ein persönliches Gebetsleben und eine Liebe zur Kirche und zur der Heiligen Schrift. Das erst macht uns standhaft im Alltag. Jedoch sind die Ablenkungen heute immens! Die Baumkrone wird gepflegt und gehegt in all den verschiedenen Salons! Die Welt möchte uns am liebsten verschlingen, doch wer wachsam ist und immer wieder in der Stille die Wurzel behandelt, kann tausendfach Früchte hervorbringen und bleibt in den Lebensstürmen standhaft.

„Daher, geliebte Brüder, seid standhaft und unerschütterlich, nehmt immer eifriger am Werk des Herrn teil und denkt daran, dass im Herrn eure Mühe nicht vergeblich ist.“ (1 Kor 15,58)

Wer nur den Stamm und die Krone beachtet, wird kaum erfüllt. Paulus ruft uns immer wieder auf zum Kampf (Eph 6,10-20)! Zu einem guten Kampf, dessen Lohn die ewige Glückseligkeit bei Gott is! Seien wir also standhaft – und verschwinden wir nicht im Wald voller Bäume! Sei kein Mitläufer, der keine eigene Meinung hat, der die Ruhe und Stille hasst, jedes Gefühl zu befriedigen meint und empfänglich ist für alle möglichen Ideologien! Sei kein genormter Massenmensch, der wie in der Baumschule das Leben im Topf verbringt – und ein wahrlich armer Tropf ist!

Nein, gehen wir in die Tiefe. Dahin, wo die Wurzeln in der Stille wachsen und wir das lebenspendende Wasser aufnehmen können. Denn „die Wurzel der Gerechten sitzt fest“ (Spr. 12,3).

'

Von: Don Philipp Isenegger

Mehr
Okt 27, 2023
Engagieren Okt 27, 2023

Beim Laufen im Park sahen er und sein Joggingpartner plötzlich die Jungfrau Maria. Schon wenige Tage danach, wurde klar, was sie dort wollte: Sie war gekommen, ihm das Leben zu retten.

Es war der 19. Juni 2000. Ich hatte beruflich viel zu tun und viel Stress. Zudem lag mein Vater in Münster im Krankenhaus. Eine erste OP hatte nicht geklappt, und ich musste ihn dazu überreden, dass er sich noch ein zweites Mal operieren lassen würde. Sein Leben stand auf der Kippe. Er war sehr unzufrieden und ließ dies an meiner Schwester und mir ab. Um etwas herunterzukommen, ging ich joggen. Gemeinsam mit meinem Freund Giannis lief ich wie immer durch den Düesberg-Park direkt neben dem Clemens-Hospital, in dem mein Vater lag.

Die Frau in Schwarz

Als wir durch den Park liefen, stand plötzlich eine Frau vor uns. Sie stand direkt am Eingang des Parks. Sie war schwarz angezogen, vom Kopf bis zu den Füßen mit einem Gewand wie eine katholische Statue. Doch sie war keine Statue. Es war auch keine Nonne. Unter dem schwarzen Tuch schien etwas Weißes hervor. Ich kann mich nicht an das Gesicht erinnern – nur daran, dass es braun aussah. Ich brauchte keine Erklärung. Mir war klar, dass das die Gottesmutter Maria war. Ich bekam Gänsehaut. Aufgeregt stieß ich Giannis an: „Siehst du sie auch?“, fragte ich. Er bejahte. Dann liefen wir weiter nach links. Ich drehte mich zurück und merkte, wie sie sich auch drehte. Ihr Blick war auf mich fixiert und folgte mir. Als ich mich nach drei, vier Schritten noch einmal kurz umdrehte, war sie weg. Spurlos verschwunden.

Was sollte das bedeuten? Noch am gleichen Tag erzählte ich meiner Familie und meinen Freunden davon. Nur meine Schwester glaubte mir. Wir erklärten uns die Erscheinung so, dass diese Frau gekommen war, um meinen Vater mitzunehmen – oder um ihn zu retten. Wie sich schon bald herausstellen sollte, war sie tatsächlich gekommen, um zu retten. Doch nicht meinen Vater, der nach der zweiten OP bald wieder gesund wurde und erst sieben Jahre später in Griechenland starb. Vielmehr ging es ihr um mich!

Herzinfarkt

Nie hatte ich Probleme mit dem Herzen gehabt. Doch drei Tage nach meinem Erlebnis ging es los: Schmerzen, kalter Schweiß, die Finger fingen an zu zittern. Es waren die ersten Anzeichen für einen Herzinfarkt, doch ich wusste nicht, was das war. Ich dachte, es zieht. Deshalb schloss ich die Tür und legte mich hin. Doch die Schmerzen gingen nicht weg. Dann kam meine Frau ins Zimmer. Einfach so. Später sagte sie, dass irgendeine Stimme sie gewarnt habe, dass etwas mit mir nicht in Ordnung gewesen war. Sie rief den Rettungsdienst. Der Notarzt verstand sofort, dass ich einen Herzinfarkt hatte. Man trug mich in den Rettungswagen. Ich weiß noch, wie sie mich fragten, wie ich heiße und wo ich wohne. Dann war ich weg.

Auf der Weißenburgstraße musste der Wagen anhalten. Dort versuchte man 15 Minuten lang, mich mit Elektroschocks zu reanimieren. Nach vier oder fünf Stunden wurde ich wach. Ich sah mehrere Köpfe über mir, auch den meiner Frau. Ich wollte wieder schlafen, doch man schüttelte mich, damit ich wach bliebe. Der Professor, der mich auf der Intensivstation behandelte, sagte zu mir: „Wir haben eigentlich nicht erwartet, dass Sie die Augen wieder aufmachen.“

Nach vier Tagen auf der Intensivstation verlegte mich der Arzt auf die normale Krankenstation. Der Professor kam, um mich zu untersuchen. Weil ich auf dem Nachtschränkchen zwei Bilder von meinen beiden Söhnen hatte, entwickelte sich ein Gespräch über unsere Kinder. Auch der Arzt zog sein Portemonnaie aus der Tasche, um mir ein Foto seiner Kinder zu zeigen. In seiner geöffneten Geldbörse sah ich auch das Bild von einer Madonna. Ich war schockiert. Es zeigte die gleiche Frau, die ich wenige Tage zuvor im Park vor dem Krankenhaus gesehen hatte. Auch ihr Gesicht war braun. Ich fragte, woher er das Bild hatte. Der Professor erklärte, dass er katholisch sei und häufig nach Griechenland zum Berg Athos fliege, um dort zu beten. Von dort hatte er das Heiligenbildchen mitgenommen. Auf der Rückseite stand auf Griechisch: wundersame Ikone der Heiligen Maria. Panagia Portaitissa. Zu Deutsch: Gottesmutter von der Pforte. Auch ich hatte die Frau an der Pforte gesehen – am Eingang des Parks!

Gottesmutter an der Pforte

Die Begegnung mit der Jungfrau hat mein Leben verändert. In der Folge ist mein Glaube viel tiefer geworden. Weil die Gottesmutter mir das Leben geschenkt hat, habe ich keine Angst mehr vor dem Tod. In der Zeit, als ich den Herzinfarkt hatte, ging durch die Presse, dass 118 Männer starben, als in der Barentsee nördlich von Murmansk das Atom-U-Boot „Kursk“ sank. Natürlich stellte ich mir die Frage, warum Maria mich gerettet hatte, nicht aber diese jungen Leute. Warum durfte ich leben, aber sie mussten sterben? Ich war doch nicht besser als sie! Doch darauf werden wir in diesem Leben wohl keine Antwort bekommen.

Als ich schließlich aus dem Krankenhaus entlassen wurde, war ich für sechs Wochen zur Reha in Bad Oeynhausen. Als ich zurück war, fiel in meinem Schlafzimmer mein Blick auf zwei Ikonen, die Verwandte mir geschenkt hatten. Ich betrachtete sie näher und war bewegt, als ich las, was bei beiden auf der Rückseite stand: Panagia Portaitissa – Gottesmutter von der Pforte.

'

Von: Dr. Pantaleon Giakoumis

Mehr
Okt 27, 2023
Engagieren Okt 27, 2023

Der heilige Johannes Bosco hatte neben den vielen geistlichen Gaben, mit denen er begnadet war, oft Träume, die himmlische Botschaften enthüllten.

In einem dieser Träume wurde er auf eine Wiese neben einem Spielplatz geführt und sah eine riesige Schlange, die sich im Gras wand. Erschrocken wollte er weglaufen, aber sein Begleiter hielt ihn zurück und forderte ihn auf, näher heranzugehen und sich die Schlange genau anzusehen. Johannes hatte Angst, aber sein Begleiter ermutigte ihn, weiterzugehen; er reichte ihm ein Seil und bat ihn, die Schlange damit zu schlagen. Zögernd schlug Johannes das Seil auf den Rücken der Schlange, doch als sie aufsprang, verfing sich die Schlange in dem Seil, das die Form einer Schlinge angenommen hatte. Sie kämpfte noch eine Weile und starb schnell.

Sein Begleiter nahm das Seil und steckte es in eine Schachtel; als Johannes dann die Schachtel einige Minuten später öffnete, sah er, dass das Seil sich zu den Worten „Ave Maria“ geformt hatte. Die Schlange, ein Symbol des Teufels, war besiegt, zerstört durch die Kraft des „Ave Maria“ oder „Gegrüßet seist du, Maria“. Wenn ein einziges „Ave Maria“ so etwas bewirken kann, wie groß ist dann erst die Kraft des Rosenkranzes? Johannes Bosco nahm sich die Lektion zu Herzen und erhielt sogar weitere Bestätigung für sein Vertrauen in die Fürsprache Marias.

Nach dem Tod seines geliebten Schülers Dominikus Savio hatte der Heilige eine Vision von ihm im himmlischen Gewand; dieser demütige Lehrer fragte das heilige Kind, was sein größter Trost im Zeitpunkt seines Todes gewesen sei. Und er antwortete: „Was mich im Augenblick des Todes am meisten tröstete, war die Hilfe der mächtigen und liebenswerten Mutter des Erlösers, der Gottesmutter Maria. Sagt das euren jungen Leuten, dass sie nicht vergessen sollen, zu ihr zu beten, solange sie leben!“

Der heilige Johannes Bosco schrieb später: „Beten wir andächtig ein Ave Maria, wann immer wir in Versuchung geraten, und wir werden sicher gewinnen.“

'

Von: Shalom Tidings

Mehr
Okt 27, 2023
Engagieren Okt 27, 2023

Frage – Die Vereinigten Staaten befinden sich mitten in einer dreijährigen Kampagne zur „Eucharistischen Erweckung“, mit der versucht werden soll den Glauben an die Realpräsenz Christi zu stärken. Was sind einige praktische Möglichkeiten, wie meine Familie eine größere Ehrfurcht vor der Eucharistie praktizieren kann?

Antwort – Eine kürzlich durchgeführte Studie besagt, dass nur ein Drittel der Katholiken auch tatsächlich daran glaubt, dass Jesus Christus in der Heiligen Eucharistie gegenwärtig ist. Als Antwort darauf versucht die Kirche, das wiederzuerwecken, was der heilige Johannes Paul II. „Eucharistisches Staunen“ nennt – eine Ehrfurcht und ein Staunen über die Realpräsenz: Jesus, verborgen und doch wahrhaft in der Eucharistie gegenwärtig.

Wie wir das als Familie tun können? Hier sind einige Vorschläge:

Erstens: Präsenz

Wenn wir wüssten, dass jemand jede Woche an einem bestimmten Ort tausend Dollar verschenken würde, würden wir auf jeden Fall dort sein. Doch wir erhalten etwas viel Wertvolleres – Gott selbst. Der Gott, der alles Gold im Universum geschaffen hat. Der Gott, der dich in die Existenz geliebt hat. Der Gott, der gestorben ist, um deine ewige Erlösung zu erkaufen. Der Gott, der uns im ewigen Leben glücklich machen kann.

Der erste Schritt zu einem eucharistischen Leben besteht darin, alle notwendigen Opfer zu bringen, um mindestens einmal pro Woche (oder öfter, wenn nötig) zur Messe zu gehen. Mein Vater hat sich oft große Mühe gegeben, um mich und meine Brüder nach einer Pfadfinderfreizeit zur Messe zu bringen. Mein Bruder konnte nicht für ein Elite-Baseballteam antreten, weil das Training an einem Sonntagmorgen stattfand. Wohin auch immer wir in den Urlaub fuhren, sorgten meine Eltern stets dafür, dass wir die nächstgelegene katholische Kirche ausfindig machten. Wenn man bedenkt, wie unermesslich wertvoll die Eucharistie ist, ist sie jedes Opfer wert!

Zweitens: Reinheit

Eine Voraussetzung für das eucharistische Gastmahl ist, dass unsere Seele von schweren Sünden gereinigt ist. Niemand würde sich an einem hohen Feiertag zum Essen an den Tisch setzen, ohne sich die Hände zu waschen – genauso wenig sollte ein Christ zur Eucharistie gehen, ohne in der Beichte gereinigt worden zu sein.

Drittens: Leidenschaft

Im Laufe der Geschichte haben Katholiken ihr Leben riskiert, um an der Heiligen Messe teilzunehmen. Auch heute noch gibt es mindestens zwölf Länder auf der Welt, in denen es erhebliche Einschränkungen für Katholiken gibt, wie z. B. in China, Nordkorea und Iran. Und dennoch sind Katholiken dort bereit, trotz der Gefahren die Messe zu besuchen. Haben wir den gleichen Hunger nach Ihm? Bewege das einmal in deinem Herzen! Mach dir klar, dass wir in den Thronsaal des Königs gerufen werden; wir erhalten einen Sitzplatz in der ersten Reihe für das Opfer auf Golgatha. Wir dürfen tatsächlich in jeder Heiligen Messe einen Vorgeschmack des Himmels erhalten!

Viertens: Das Gebet

Wenn wir Ihn empfangen haben, sollten wir viel Zeit im Gebet verbringen. Der große Evangelist von Rom, der heilige Philipp Neri, schickte zwei Ministranten mit brennenden Kerzen hinter jedem her, der die Messe vorzeitig verließ, weil ihm bewusst war, dass die Person buchstäblich ein lebender Tabernakel war, nachdem sie Christus empfangen hatte! Unmittelbar nach dem Empfang Jesu haben wir eine so privilegierte Zeit, um unser Herz mit ihm zu teilen, da er im Wesentlichen nur wenige Zentimeter unter unserem Herzen, in unserem Körper, wohnt!

Aber dieses Gebet zur eucharistischen Gegenwart Christi sollte auch noch lange nach dem Ende der Messe andauern. Es war einmal eine Heilige, die ein eucharistisches Leben führen wollte, aber nur sonntags zur Messe gehen konnte. Daher widmete sie den Donnerstag, den Freitag und den Samstag einer geistlichen Vorbereitung auf die heilige Kommunion. Dann, am Sonntag, freute sie sich, dass sie Ihn empfangen konnte, und verbrachte den Montag, den Dienstag und den Mittwoch mit der Danksagung dafür, dass sie ihn empfangen hatte! So sollten auch wir die ganze Woche im Gebet verbringen, um Gott für die empfangene Eucharistie zu danken und unsere Herzen darauf vorzubereiten, dieses Geschenk erneut zu empfangen!

Fünftens: Lobpreis

Ein eucharistisches Leben setzt sich in der eucharistischen Anbetung fort, die die Anbetung unseres eucharistischen Herrn fortsetzt. Gehe so oft du kannst zur Anbetung. Wie der selige Carlo Acutis sagte: „Wenn wir in die Sonne schauen, werden wir braun, aber wenn wir uns vor den eucharistischen Jesus stellen, werden wir heilig.“ Er wusste, dass es Gott allein ist, der uns heilig macht, und indem wir in seiner Gegenwart sind, ist Er es, der die Arbeit tut!

Ich kann das selbst bezeugen. Meine Gemeinde begann mit der Ewigen Anbetung (24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche) als ich ein Teenager war, und auch ich begann, wöchentlich eine Stunde in der Anbetung zu verbringen. Es war hier, wo ich schließlich erkannte, wie sehr der Herr mich liebte und dass ich berufen war, ihm mein Leben als Priester zu schenken. Das war ein großer Teil meiner eigenen Bekehrung. Meine Heimatpfarrei existierte nämlich seit über 160 Jahren, ohne dass ein einziges junges Gemeindemitglied zum Priester berufen worden war. Doch nach nur 20 Jahren der Anbetung hatte unsere Pfarrei über zwölf Ordensberufungen hervorgebracht!

Der selige Carlo Acutis erinnert uns immer wieder daran: „Die Eucharistie ist meine Autobahn zum Himmel“.

Wir brauchen nicht lange zu suchen, um uns zu fragen, wo Gott wohnt und wie wir ihn finden können. Er wohnt in jedem Tabernakel in jeder katholischen Kirche der Welt!

'

Von: Pater Joseph Gill

Mehr
Okt 27, 2023
Engagieren Okt 27, 2023

Man sagt, dass sich Perlen um ein unerwünschtes fremdes Objekt herum bilden, das in die starke Schutzschale eindringt. Sobald ein Fremdkörper in die Auster eingedrungen ist, sondert sie Schichten der gleichen leuchtenden Substanz ab, die auch für den innersten Teil ihrer eigenen Schale verwendet wird. Dies geschieht in konzentrischen Schichten, bis sich schließlich eine glänzende runde Perle bildet.

Austern sind kein schöner Anblick, und die Herstellung einer Perle ist nicht der eigentliche Zweck einer Auster. Doch im Zuge des Selbstschutzes und des Überlebens baut sich die Auster um einen unerwarteten Eindringling herum auf und bringt etwas Schönes hervor.

Kann mir die Auster, wenn inmitten meines reibungslosen Lebens unerwünschte Eindringlinge in mein Herz und meine Seele drängen und mich von innen aufzufressen drohen, etwas sagen? Wenn Misserfolge, unüberwindliche Hindernisse und irgendeine Last zufällig oder freiwillig an mir hängen bleiben, kann ich dann eine dünne Schicht meines innersten Wesens um sie herum absondern?

Ich habe festgestellt, dass, wenn ich mich genug bemühe, mich auf den Geber der ewigen Liebe zu konzentrieren, mein innerstes Wesen langsam mit seinem Wesen erfüllt wird. Wenn ich endlose Stunden lang die Eucharistie mit purer Dankbarkeit betrachte, wenn ich die Hostie mit größter Sehnsucht in meine Seele aufnehme, wenn ich mich zu Seinen Füßen setze und Ihm vertrauensvoll zuhöre, dann wird diese sich selbst schenkende Liebe langsam meine Seele erfüllen.

Von da an wird diese Liebe in mir jede kleine Unruhe, die eindringt und meinen Frieden zu stören droht, Schicht für Schicht überdecken. Mit der Zeit werden kostbare Perlen von heiligem Glanz von der Hand des Experten hervorgeholt und viele Leben damit verschönern.

'

Von: Maria Teres Sebastian

Mehr
Okt 27, 2023
Engagieren Okt 27, 2023

Kennst du den ersten Märtyrer, der lieber sterben wollte, als das Beichtgeheimnis zu verraten? Im Prag des 14. Jahrhunderts lebte der Priester Johannes Nepomuk, der ein berühmter Prediger war. Als sich sein Ruhm verbreitete, lud ihn König Wenzel IV. an seinen Hof ein, um Streitigkeiten zu schlichten und sich um die Bedürfnisse der Menschen in der Stadt zu kümmern. Schließlich wurde er der Beichtvater der Königin und half ihr, das Kreuz der Grausamkeit des Königs geduldig zu ertragen.

Eines Tages rief der König, der für seine Wut- und Eifersuchtsausbrüche berüchtigt war, den Priester in seine Gemächer und begann, ihn über die Beichten der Königin auszufragen. Johannes weigerte sich, die Beichtgeheimnisse preiszugeben, obwohl der König versuchte, ihn zu bestechen und zu foltern; daraufhin wurde er inhaftiert. Der König bedrängte ihn weiter und bot ihm sogar Reichtum und Ehre als Gegenleistung an. Als er merkte, dass die Bestechung nicht funktionierte, drohte er dem Priester mit der Todesstrafe. Johannes musste alle möglichen Folterungen über sich ergehen lassen, einschließlich des Verbrennens seiner Seiten mit Fackeln, aber selbst das konnte ihn nicht bewegen.

Schließlich befahl der König, ihn in Ketten zu legen, mit einem Holzklotz im Mund durch die Stadt zu führen und ihn von der Karlsbrücke in die Moldau zu werfen. Die Antwort des Heiligen blieb dieselbe und er rief aus: „Lieber will ich tausendmal sterben.“ Der grausame Befehl des Königs wurde am 20. März 1393 vollstreckt. Der Leichnam von Johannes Nepomuk wurde daraufhin aus der Moldau geborgen und in der Prager Kathedrale beigesetzt.

Als man 1719 sein Grab in der Kathedrale öffnete, stellte man fest, dass seine Zunge unversehrt, wenn auch verschrumpelt war. Im Jahr 1729 wurde er von Papst Benedikt XIII. heiliggesprochen. Er wird oft in der Nähe einer Brücke mit einem Finger an den Lippen und fünf Sternen über seinem Kopf abgebildet und man glaubt, dass in der Nacht, in der Johannes ermordet wurde, fünf Sterne über der Stelle gesehen wurden, an der er ertrank. Für seinen mutigen Akt der Treue zu den Beichtnormen gilt Johannes Nepomuk als Schutzpatron der Beichtväter.

'

Von: Shalom Tidings

Mehr