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Sep 12, 2019 33 0 Sreekala N.
Begegnung

Der verunstaltete Gott

Unsere Vorstellung von Gott sieht so aus, dass Er ein Geistwesen mit einem leuchtenden Antlitz ist, welches Heiligkeit ausstrahlt. Aber wer kann ein entstelltes Antlitz Gottes akzeptieren?

Ich begegnete Jesus durch die Worte von jemandem, der über Jesus sprach, und durch Bilder, die ich in jener Zeit sah. So wurde der Samen Jesu in mein Herz gesät; und unter günstigen Bedingungen ging die Saat auf. Zunächst begann eine Vorstellung von Jesus zu sprießen, dann kam ein Gefühl hinzu und letztlich entwickelte sich das Ganze zu einer persönlichen Erfahrung. So begann ich Jesus zu lieben und auch all jene, die Jesus lieben. Ich lernte, dass die Vergebung das Kennzeichen eines wahren Christen ist.
In der letzten Fastenzeit fand ich her aus, dass ein Christ auch eine sehr mutige Person ist. Irgendwer hat an der Pinnwand der Jugendherberge ein Bild des Antlitzes Jesu angebracht. Es unterschied sich sehr von den üblichen Bildern, die man normaler weise sieht. Ein verunstaltetes Gesicht mit zerzaustem Haar – die Dornenkrone auf das Haupt gedrückt – Blut tropfte aus den
Wunden, die von der selbigen verursacht wurden, floss über das Gesicht – die Augen waren gebrochen – es war das verwundete, mit dem Tode ringende Antlitz Jesu! Die Leute, die an dem Bild vorbei kamen, sahen es an, manche sprachen auch darüber. Einige hatten Angst, das Bild ein zweites Mal anzuschauen, wieder andere schienen ungerührt und zeigten keine Reaktion.

Ich erkundigte mich, wer denn diese Person war, die Jesus so sehr liebte und kühn genug war, das Bild auf der Pinnwand anzubringen, sodass jeder es sehen konnte. Es war ein Student unserer Hochschule, der dies getan hatte. Ich fand ihn sehr mutig, denn ihm waren die abfälligen Bemerkungen und das Geläster seiner Mitstudenten egal. In diesem 21. Jahrhundert konnte nur ein
„Jugendlicher für Jesus“ kühn genug sein zu verkünden, dass Jesus sein Held ist.
Ein jeder wird entzückt sein, wenn er Jesus in langem weißen Gewand sieht mit einer roten Tunika während er die Bergpre digt hält, oder im Gewand eines Hirten mit einem sanftmütigen Gesicht während er seine Herde führt, oder das Gesicht Jesu, wie es Liebe und Zuneigung ausstrahlt, während Jesus mit den Kindern spricht. Da zögern wir nicht und sind schnell bereit zu sagen „Das ist mein Herr! Das ist mein Gott!“ Aber wie viele Leute ertragen es, Jesus anzusehen während er zwischen den beiden Schächern am Kreuz hängt und sagen dann noch kühn „Das ist mein Gott, den ich liebe“?

Sei stolz auf das Kreuz!

„Wenn du der König der Juden bist, dann hilf dir selbst!“ (Lk 23,37) Hilflose und spöttische Worte drangen an Jesu Ohr. „Bist du denn nicht der Messias? Dann hilf dir selbst und auch uns!“ (Lk 23,39) Heute wird auch dir die Frage gestellt „Ist der, der so schmachvoll am Kreuz gestorbenist, dein Gott?“ „

Er wurde durchbohrt wegen unserer Ver brechen, wegen unserer Sünden zermalmt.
Zu unserem Heil lag die Strafe auf ihm, durch seine Wunden sind wir geheilt.“ (Jes 53,5) Nur jene, die glauben dass Er wegen unseren Sünden verwundet wurde und dass Er we gen dem Bösen, das wir begangen haben, zermalmt wurde, können voller Kühnheit sagen „Das ist mein Gott!“.

Kein Gerechter in der ganzen Men schheitsgeschichte wurde so gequält und litt so viel für das Heil der Menschen. Wir sollen uns nicht vor dem entstellten Antlitz Christi fürchten, sondern vor der Grausamkeit der Menschen, die diese Entstellung verur sachte. Wir müssen uns schämen wegen der unmenschlichen Behandlung, die wir Jesus angedeihen ließen, und erschaudern ob der
Undankbarkeit der Menschheit.
Eine andere Ansicht
Wir, die Nicht-Christen, die Christus als unseren Herrn und Erlöser angenommen
haben, sind abgeschieden vom Rest der Welt. Wir haben keinen Hirten und wir düfen auch die Sakramente nicht empfangen, obwohl wir wissen, dass Jesus das Brot des Lebens ist. Wir werden gestärkt durch deine Ernsthaftigkeit und durch den Mut den du zeigst, indem du dich zu Jesus bekennst.Wenn doch wenigstens all die Jugendlichen, die oft verschiedene Filmstars so hochschätzen und bald enttäuscht werden, aufstehen so wie dieser oben erwähnte „Jugendliche für Jesus“ es tat, und sagen „Jesus ist mein Herr“.
Lasset uns beten

Herr Jesus, der du gesagt hast „Wer sich nun vor den Menschen zu mir bekennt, zu dem werde auch ich mich vor meinem Vaterim Himmel bekennen“ (Mt 10,32), stärke uns, sodass wir Gebrauch machen von all den Möglichkeiten, dich vor den Menschen zu bezeugen und ihnen zu zeigen, dass wirzu dir gehören

 

Sreekala N.

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