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Mrz 11, 2020 501 0 Diakon Mike Bickerstaff
Begegnung

Praktische Schritte, um die Liebe zu Jesus zu vertiefen

Als Katholiken leben wir in schwierigen Zeiten. Höchstwahrscheinlich war es immer schon so. Die Kultur sendet uns Botschaften, die schädlich sind für unser spirituelles Leben. Wenn wir für diese Wahrheit blind geworden sind, jagen wir vermutlich schon diesem weltlichen Erfolg nach, statt jener Heiligkeit nachzujagen, zu welcher uns Gott berufen hat.

Hier sind die weltlichen Maßstäbe für Erfolg:

Ÿ Ist meine äußere Erscheinung attraktiv?

Ÿ Bin ich sexy und modisch gekleidet?

Ÿ Esse ich in den vornehmsten Restaurants?

Ÿ Wieviel verdiene ich und wie hoch sind meine Ersparnisse?

Ÿ Habe ich das beste Haus und den neuesten Luxusschlitten?

Ÿ Bin ich in der Arbeit, zu Hause und bei meinen Freunden einflussreich?

Ÿ Sind meine Kinder in den besten Schulen eingeschrieben, sodass auch sie leicht zu weltlichem Erfolg gelangen können?

Gott legt einen anderen Maßstab vor:

Ÿ Liebe ich Gott mit jeder Faser meines Körpers und meiner Seele?

Ÿ Manifestiert sich meine Liebe zu Gott in meiner Liebe zum Nächsten?

Ÿ Kümmere ich mich um die spirituellen und materiellen Bedürfnisse der Anderen und tue ich etwas, um ihnen zu helfen?

Ÿ Bin ich zuverlässig? Kann man sich auf mich verlassen?

Ÿ Bin ich eine rechtschaffene und ehrbare Person? Kann man mir vertrauen und mir glauben?

Ÿ Bin ich gütig und mitfühlend?

Ÿ Bin ich demütig und selbstlos oder bin ich stolz und eifersüchtig?

Ÿ Vollbringe ich gute Werke und meide ich das Böse?

Im Brief des Apostels Jakobus gibt es eine eindringliche Warnung, die uns daran erinnert, dass, wenn wir den Wegen der Welt folgen – wenn wir dem materiellen Reichtum nachjagen, ohne Rücksicht auf unsere Verpflichtung, Gott zu lieben und unserem Nächsten zu dienen – dies in unserer Zerstörung endet. (Jak 5,1-6)

Jesus erinnert uns im Markus-Evangelium, dass sich der Stolz sogar dann einschleichen kann, wenn wir versuchen, Ihm zu dienen. Manchmal versuchen wir, andere davon abzuhalten, Gutes zu tun, damit unsere eigenen Leistungen nicht übersehen werden. (Mk 9,38- 41). Er spricht nachdrücklich über die Notwendigkeit, die Gelegenheit zur Sünde zu meiden:

Wenn dich deine Hand zum Bösen verführt, dann hau sie ab; es ist besser für dich, verstümmelt in das Leben zu gelangen, als mit zwei Händen in die Hölle zu kommen, in das nie erlöschende Feuer. Und wenn dich dein Fuß zum Bösen verführt, dann hau ihn ab; es ist besser für dich, verstümmelt in das Leben zu gelangen, als mit zwei Füßen in die Hölle geworfen zu werden. Und wenn dich dein Auge zum Bösen verführt, dann reiß es aus; es ist besser für dich, einäugig in das Reich Gottes zu kommen, als mit zwei Augen in die Hölle geworfen zu werden, wo ihr Wurm nicht stirbt und das Feuer nicht erlischt. (Mk 9,43-48)

Praxistipps für das Meiden der Sünde und der Jagd nach Heiligkeit

Gott wünscht sich nur gute Dinge für uns. Er hat einen jeden von uns in Seiner Güte erschaffen, um Seine ewige Glückseligkeit in diesem und im kommenden Leben zu genießen. Für uns ist es wichtig zu erkennen, von welchen Maßstäben unser Benehmen und unsere Handlungen angetrieben werden. Wenn wir nicht überprüfen, wie wir leben und welche Beweggründe unserem Handeln zugrunde liegen, werden wir uns sehr wahrscheinlich immer weiter von den Plänen Gottes für uns entfernen. Hier sind einige einfache, aber hoch effektive Schritte, die uns helfen werden, uns so zu sehen, wie Gott uns sieht und nötigenfalls korrigierende Maßnahmen zu setzen, um unsere Umkehr – weg von der Sünde, hin zu Gott – zu vertiefen.

1. Nimm dir untertags immer wieder Zeit fürs Gebet

2. Mache eine Gewissensforschung zum Bestandteil deines Abendgebets.

3. Beginne diese Prüfung deines Gewissen, indem du Gott lobpreist und Ihm für Seine Güte dankst. Bitte Gott um die Gabe derWeisheit und um Offenheit für das, was Er dir offenbaren möchte.

4. Stelle fest, auf welche Weise Gott dich seit deiner letzten Gewissenserforschung gesegnet hat.

5. Stelle jene Zeiten und Gelegenheiten seit deiner letzten Gewissensprüfung fest, in denen du Gottes Willen für dein Leben gefolgt bist. Und prüfe genauso Zeiten und Gelegenheiten, in denen du in deinem Handeln oder Unterlassen gescheitert bist, dem Willen Gottes zu folgen.

6. Identifiziere wiederkehrende Verhaltensmuster. Wo du erfolgreich warst im guten Handeln, dort suche mehr solcher Gelegenheiten, in der Tugend zu leben. Wo du gesündigt hast, versuche solche Gelegenheit zu ändern oder zu vermeiden.

7. Setze einen Akt der Reue. Beschließe, nicht mehr zu sündigen. Bitte Gott um die Gnade und die Stärke, dass du dich Ihm ganz ergeben kannst.

Wenn wir so handeln, bauen wir ein ganzes Lager an Reichtümern für das kommende Leben. Jesus hat versprochen, dass Er nicht die kleinste Handlung vergessen wird, die aus Liebe zu Ihm verrichtet worden ist:

„Wer euch auch nur einen Becher Wasser zu trinken gibt, weil ihr zu Christus gehört – amen, ich sage euch: er wird nicht um seinen Lohn kommen.“ (Mk 9,41)

Mächtiges Beispiel einer einfachen Heiligen

Die heilige Therese vom Kinde Jesu zeigt uns das stärkste, aber gleichzeitig einfachste, Beispiel der Nachfolge. Im Karmel von Lisieux gab es eine Nonne, welche die hl.Therese irritierte, und – wie es auch bei den meisten von uns der Fall wäre – fand Therese es sehr schwer, zu dieser Nonne liebevoll zu sein. Wo dies möglich ist, sollen wir die Gelegenheit zur Sünde meiden, aber für Therese war es nicht möglich, diese Nonnen zu meiden – dies hätte sie auch nicht mit gutem Gewissen tun können. Während ihrer täglichen Gewissenserforschung erkannte sie, dass sie die Dynamik ihrer Begegnungen mit dieser Nonne ändern müsse. Sie löste dies so, dass sie begann, wann immer sie dieser Nonne fortan begegnete, diese Nonne unverzüglich und immer so zu behandeln, als ob sie diese mehr als alle anderen Nonnen lieben würde.

Ein schlichter und freundlicher Akt und er trug unvorstellbare Früchte – beide Frauen wuchsen in der Liebe und in der Heiligkeit.

Wenn wir nichts für unser spirituelles Leben tun, dann werden wir uns ganz leicht der Sünde anschließen. Aber wenn wir in Demut anfangen, sündige Handlungen durch tugendhafte Handlungen zu ersetzen, werden wir erkennen, dass Heiligkeit viel befriedigender ist als Sünde.

Das ist eine Lektion, die uns alle Heiligen lehren; ein jeder von ihnen lernte es, indem sie Jesus nachfolgten, der den Tod am Kreuz annahm und Sein Leben für sie hingab – genauso wie für einen jeden von uns. Wenn wir zum Altar kommen, um unseren Herrn in der Heiligen Kommunion in der Heiligen Messe zu empfangen, können wir über diese einfachen Wahrheiten nachdenken und Ihn bitten, uns zu helfen, die Sünde zu meiden, indem wir danach streben, nach Seinen Maßstäben zu leben und nicht nach den Maßstäben dieser Welt.

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Diakon Mike Bickerstaff

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