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Sep 07, 2020 169 0 Shalom Tidings
Genießen

Heilige Gedanken

Wenn es heiß und schwül, kalt und windig ist, oder während einer Epidemie, greifen die Menschen oft auf Ausdrücke zurück wie: Was für eine unerträgliche Hitze! Wie eiskalt! Was für eine Tragödie!

Ist dies der richtige Weg, um mit Situationen umzugehen, die nicht in unserer Macht liegen?

Der Heilige Alfons von Ligouri schildert in seinem Buch „Der Wille Gottes“ einen Vorfall im Leben des Heiligen Franz von Borgia:

Spät in der Nacht, während eines Schneesturms, fand Pater Franz von Borgia glücklicherweise ein Jesuitenkloster. Er klopfte mehrmals an die Tür, doch niemand öffnete ihm. Alle schliefen tief und fest. Am Morgen waren alle Brüder sehr bestürzt darüber, dass er die ganze Nacht im Freien verbracht hatte. Pater Franz tröstete sie und sagte, dass er während dieser langen Stunden den größten Trost genossen hatte, indem er sich vorstellte, dass der Herr Schneeflocken vom Himmel auf ihn herabrieseln ließ.

Die Heiligen haben eine blühende Fantasie!

Wie oft haben wir uns schon über natürliche Schwächen von Körper und Geist beklagt? Wenn ich nur einen brillanteren Geist oder einen gesünderen Körper hätte, würde ich Wunder tun! Aber vielleicht würde ich meine Seele verlieren, wenn Gott mir mehr Talent, bessere Gesundheit oder ein attraktiveres Aussehen gegeben hätte! Großes Talent und Wissen haben viele Menschen dazu verleitet, sich in ihrer eigenen Wichtigkeit aufzublasen und in ihrem Stolz andere zu verachten. Wie leicht können diejenigen, die diese Gaben haben, in Sünde fallen und ihre Erlösung ernsthaft gefährden! Im Gegensatz dazu – wie viele, die unter Armut, Gebrechen oder Behinderung leiden, sind Heilige geworden! Lasst uns zufrieden sein mit dem, was Gott uns gegeben hat. Nur eines ist notwendig, und das ist nicht Schönheit, nicht Gesundheit, nicht Talent – Es ist das Heil der unsterblichen Seele.

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